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Weit im Norden in der Nähe des ?Goldenen Dreiecks? liegt Thailands ?zweite Hauptstadt?, Chiang Mai, das mit seinen 160.000 Einwohnern weit abgeschlagen hinter Bangkok rangiert. Und dennoch muss sich die kleine Provinzhauptstadt nicht zu verstecken, wird sie doch von vielen Besuchern und Einheimischen als Perle des Nordens erachtet. Zu Füßen des Berges Doi Pui erstreckt sich die ?Stadt der goldenen Tempel?. Neben den zahlreichen beeindruckenden Tempelanlagen, wobei man den Wat Doi Suthep zu den wichtigsten zählen sollte, besticht Chiang Mai nicht zuletzt durch das handwerkliche Geschicklichkeit der Einwohner der Provinz. Neben bunten Batiken, filigranen Teakholzschnitzerein, bunten Papiersonnenschirmen, findet sich auch eine der Silberschmiedezentralen Thailands. Von hier aus werden Silberschmiedearbeiten nach ganz Thailand verfrachtet. Wer mehr sucht als Souvenirs kommt in Chiang Mai voll auf seine Kosten. Bei über 200 Tempelanlagen fällt die Wahl schwer (So hat Chiang Mai wahrscheinlich die höchste Tempeldichte in Bezug auf die Einwohnerzahl). Wat Doi Suthep Nicht entgehen lassen sollte man sich auf jeden Fall den Wat Doi Suthep, der ein wenig außerhalb der Stadt liegt. Die Tempelanlage liegt auf etwa 1100 Meter unterhalb des Gipfels des Doi Pui (1685m). Die Anlage wartet mit zahlreichen kunstvoll gearbeiteten Bauwerken auf, bemerkenswert der mit komplett Blattgold überzogene Chedi ? dem Wahrzeichen der Anlage.  Wat Doi Suthep Beeindruckend ist auch der Abstieg von der Tempelanlage über die mehr als 300 Treppen. Das Geländer der Treppe ist aufwändig mit stilisierten Schlangenkörpern und ? Köpfen , den so genannten Nagas, verziert. Von der Treppe aus haben Sie auch einen malerischen Blick auf die Stadt Chiang Mai selbst. Kleiner Tipp für Frischverliebte: Während meiner Reise nach Thailand vor einigen Jahren, habe ich selbst eine Hochzeit auf dem Tempel beobachten können. Ein europäisches Paar hatte sich an diesem Tag in einer buddhistischen Zeremonie von Mönchen trauen lassen ? äußerst romantisch! Unbedingt zu empfehlen ist auch der Wat Suan Dok. Dieser im ceylonesischen Stil erbaute Tempel beeindruckt durch seine strahlendweißen Chedis, in der die Asche der Mitglieder der Königsfamilie beigesetzt wurde. Wer abends Souvenirs sucht, dem sei der Nachtmarkt empfohlen. Dort finden Sie die zahlreichen schönen Handwerksarbeiten zum Kauf angeboten. Ebenso können Sie an einer der zahlreichen Garküchen ihren Hunger stillen ? der Verzehr der kleinen Leckereien wird unbedingt angeraten ? ich habe nie Schmackhafteres gegessen als in den kleinen Garküchen am Straßenrand; es wird schon mal ein ausgedientes Metallfass in zwei Hälften geschnitten und zum Holzkohlegrill umfunktioniert, auf dem wirklich kulinarische Gaumenfreuden mit viel Geschick und Improvisationstalent zubereitet werden. Wem ein gepflegter Restaurantbesuch lieber ist, dem werden die in der Nähe des Marktes gelegen Restaurants zusagen. Es wird hier die traditionelle milde Küche des Nordens gereicht, aber auch europäische Speisen verschaffen dem Gaumen Befriedigung. |